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Edvard Grieg

1843 - 1907


GRIEG, Edvard Hagerup,* 15. Juni 1843 in Bergen (Norwegen),+ 4. Sept. 1907 daselbst.

Griegs Vater Alexander war Kaufmann und britischer Konsul in Bergen, der gleichnamige schottischstämmige Urgroßvater seit 1799 dänisch-norwegischer Staatsbürger. Eigentlich Greig geheißen, änderte er bei der Verleihung der Staatsbürgerrechte die Schreibweise seines Namens in Grieg, um die damaligen Sprachgewohnheiten seiner Mitbürger mit dessen eigentlichem Klang abzustimmen (J.R. Greig 1952). Mutter Gesine war eine bei Albert Methfessel im damals dänischen Altona ausgebildete Pianistin und Sängerin, die als Begleiterin und Pädagogin wesentlich das Musikleben der Stadt prägte.

Im Kieler Frieden 1814 war Dänemark gezwungen worden, Norwegen an Schweden abzutreten, was in Norwegen starke Reaktionen hervorgerufen hatte.)

Edvard war das vierte von fünf Kindern Gesine und Alexander Griegs. Bruder John (1840-1901) begann seine Berufslaufbahn als Cellist und war Anreger u.a. der Sonate op. 36 und der Suite BoSE 118; von ihm selbst ist ein Capriccio für Kl. erhalten. Schwester Benedicte (1838-1918) half Edvard bei der Ausschrift seiner ersten Kompositionsversuche. Ein Klaviertanz namens Larvikspolka, entstanden in und benannt nach der südostnorwegischen Kleinstadt Larvik, ist möglicherweise ihre Komposition.

Edvard Grieg ist Norwegens größter Komponist aller Zeiten. Im Nachhinein kann man sich fragen, wie es möglich war, daß ein Land, das weder nationale Freiheit besaß noch lange Musiktraditionen hatte, eine solche Begabung hervorbringen konnte. Bis 1814 war Norwegen Dänemark unterstellt, mit Kopenhagen als kulturellem Zentrum. 1814 wurde das Land unfreiwillig in eine Union mit Schweden gezwungen, die 1905 aufgelöst wurde. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Norwegen von Armut geprägt, und es dauerte lange, bevor sich Norwegen unter seinen skandinavischen Brüdern behaupten konnte. Aber vielleicht sind es gerade solche Umstände, unter denen sich einzelne Talente zu voller Blüte entwickeln.

Durch VOCALino aufgeführte Werke:

Dona nobis pacem (früheste Chorkomposition, mit 19 Jahren)

 

   

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